Das Stadteilzentrum Simmering Centro 11 Schneidergasse 15a, liegt am Wiener Stadtrand, oberhalb der geschichtsträchtigen Arenagründe, mitten im bisher schon von der EU geförderten Urban II Zielgebiet, unweit der St.Marxer-Gründe mit der denkmalgeschützten Rinderhalle und den Gasometern. Dort, an der Peripherie an der Schnittstelle von Tradition und Zukunft, wird seit über 15 Jahren niederschwellig und ehrenamtlich, in hohem Maße Kultur und Integrationsarbeit für und mit den im Stadtteil sehr vertretenen ethnischen Gruppen geleistet.
Das als Verein organisierte Stadtteilzentrum Simmering Centro 11, ist seit 15 Jahren fixer Bestandteil der Wiener Kulturszene und als kleiner, überparteilicher Freiraum an die „Zivilgesellschaft“ im weitesten Sinne des Wortes, angedockt. Sozialforum Austria, die NGO-Szene, SOS Mitmensch, Asylkoordination, Attac, Integrationshaus, diverse MigrantInnenorganisationen etc. sind immer wieder PartnerInnen gemeinsamer Projekte und Initiativen.
Das Stadteilzentrum Centro 11 hat sich, seinen Möglichkeiten und finanziellen Mitteln gemäß, vor Ort in schwierigsten Terrain bewährt, hat im lokalen Umfeld dauerhafte Spuren hinterlassen und ist zu einem mittlerweile recht bekannten und akzeptierten lokalen Kulturtreffpunkt geworden. Mit dem Engagement des „Centro 11“ dem viele „Simmeringer ChilenInnen“, die nach dem Putsch von General Pinochet aus Chile flüchten mussten und seither in „Macondo City“ bei Kaiser Ebersdorf leben, angehören, hat das Zentrum, gewissermaßen neuen Schwung bekommen. Die Renovierungsarbeiten sind vorangegangen, der Ausbau des Kellers als neues großes Projekt steht an.
Große materielle Vorleistungen sind in den letzten 15 Jahren durch Engagement und Eigeninitiative und auch Dank der Unterstützung durch die Kulturabteilung der Stadt Wien MA 7, erbracht worden. Aus eigenen Mitteln konnten bisher über 1 Million in den Keller investiert werden. Die ganze obere Etage, ist voll ausgebaut und wird intensiv genützt. Der Keller muss allerdings noch fertiggestellt werden: Stiegenabgang usw, warten noch auf Verbesserung und Finanzierung.
Unsere Aktivitäten und Ziele
Grätzlkultur, Menschen die hier in Simmering oder im großen Rest von Wien leben, die auf der Durchreise oder hier gestrandet sind, finden in unserem Zentrum die Möglichkeit Ihre Kultur vorzustellen. Gemeinsam mit den Frauen und Männern dieses Grätzls ihre Ideen zu diskutieren und vielleicht hier neu zu initiieren.
Diskussionsforum: Ähnlich wie der Republikanische Club, nur nicht im Zentrum, sondern an der Peripherie angesiedelt.
Kulturlabor für diverse Aktivitäten. Kabarett, Theater, Kunst im Dunkeln (in Kooperation mit dem Blindenverband, ein Abend im Dunkeln mit Gedichten Musik u. Keramik) Kurdische Märchen, Lesungen, (heuer erstmal einer der Veranstaltungsorte für das III. Lateinamerikanischen Poesiefestival).
Werkstatt für zahlreiche musikalische Projekte. Wie die Gruppe Mallarauco, Haus des Tanzes (Flamencokurs), Haus des Films (Filme in spanischer Sprache), Ausstellungen und Frauenkultur.
Organisation von multikulturellen Festen
Lebendigkeit hier im Bezirk, einem Grätzl wo es viele verschiedene Sprachen gibt und wo die Menschen wunderschön unterschiedlich aussehen. Viele verschiedene Hautfarben, verschiedene Gesichter sind hier anzutreffen. Kinder die viele Sprachen sprechen, die hier in diesem Grätzl ein Zentrum haben, um zu diskutieren, Ausstellungen zu besuchen, sich selbst zu gestalten. Einfach das Gefühl zu haben, in ein offenes Haus zu kommen, wo alle willkommen sind.
In diesem Sinne soll auch enger mit ähnlicher Stadtteilinitiativen anderer Bezirke und andere europäische und internationale Städte zusammengearbeitet werden. Globalisierung, „Liberalisierung“ und der oft damit einhergehende sozial und kulturpolitische Rotstift, soll den lokalen Elan für lokal-globale Alternativen und Veränderungen von unten nicht lähmen. Wien soll auch im diesem anders werden, indem es anders bleibt. Ein Ideenkonzept (ZIG-ZAG) Zivilgesellschaft im Grätzl – Zentren aktiven Gemeinwesens) gibt es von uns ansatzweise bereits. Ein offenes Treffen in Form einer Veranstaltung, unter Teilnahme von VertreterInnen verschiedener NGO´s und interessierte Stellen der zukünftigen Wiener Stadtregierung soll zeitgerecht folgen.
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